Das Bild ist gerade eben entstanden.

Welch metaphorischer Morgen, so entsättigt und aussichtslos wie wir hier stehen. So sehe ich auch unsere Zukunft.
Nicht meine und nicht unsere persönliche Zukunft.
Heute ist Wahltag – unsere politische Zukunft nach und mit dieser Wahl.

Es gibt keine klaren Kanten, keine Kontraste, keine vielseitige Landschaft.
Es gibt das politische Einheitsgrau.
Das Einheitsgrau in dem sich Parteien mit selben Inhalten diffus versuchen voneinander Abzugrenzen und zu einer identitätslosen Masse verschwimmen.

Inhalte ohne Ideal oder Identität, Parteien die es jedem versuchen recht zu machen, von Unternehmer, Erben und Millionär bis…
ne das wars – nur: Unternehmer, Erben und Millionäre.
Aber im Wahlkampf wird versucht es jedem recht zu machen. Und es wird mit misinterpretierbaren Phrasen umher geworfen, die einem etwas von Gerechtigkeit aufschwatzen wollen, die nach dem Wahlkampf ganz schnell wieder vergessen werden. Oder es werden gleich alle Inhalte überwunden und man wird mit Schönwettersätzen abgefrühstückt, für ein Deutschland in dem man gut und gerne lebt.
Jede Partei versucht im Wahlkampf ihre ganz eigene Rhetorik, ihre gesellschaftsfeindliche Politik einem mit Honig ihre asoziale Politik besonders sozial ums Maul zu schmieren.

Und in diesem grauen Meer aus verschlüsselter Unmenschlichkeit und Heuchelei gibt es nur einen Fels der daraus hervor sticht.
Dieser Fels steht noch nicht stabil und muss seinen Platz im Riff noch finden. Doch dieser Fels ist die einzige Alternativ und die einzige Opposition die wir haben.

Dieser Fels ist Rot, links und sozial.